| Inhalt BMH-Newsletter 2/2025: |
| Projektförderung: Antragsphase läuft |
| Geförderte Projekte 2025 |
| Vorschau auf 2026 |
| Unterstützen Sie uns auch 2026! |
| 2025 im Jahresrückblick |
| Veranstaltungen im 4. Quartal 2025 |
| Berlin, 1. Dezember 2025 |
![]() Helmut Metzner Liebe Leser_innen, das Jahr 2025 geht auf die Zielgerade – ein guter Zeitpunkt für unseren zweiten Newsletter 2025. Heute erwartet Sie nicht nur ein Blick zurück auf unsere Arbeit in diesem Jahr, sondern auch eine exklusive Vorausschau auf das kommende Jahr 2026. Beginnen möchte ich mit einer erfreulichen Mitteilung: Nach intensiven Bemühungen ist es gelungen, dass die institutionelle Förderung des Bundes nach vier Jahren auf unverändertem Niveau bei gleichzeitig hoher Inflation nun für 2026 erstmals wieder nominell erhöht wurde: Im gerade verabschiedeten Bundeshaushalt 2026 stehen nun 806.000 Euro (+100.000 Euro) für die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld als Zuwendung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. An dieser Stelle möchte ich allen Menschen danken, die diesen Aufwuchs ermöglicht haben – nicht zuletzt den Verantwortlichen im Bundestag sowie im Bundesministerium. Selbstverständlich hätten wir uns noch mehr Spielraum für unsere wichtige Arbeit gewünscht. Wir sind uns aber auch bewusst, dass andere queere Akteur_innen in Deutschland z.T. vor drastischen Kürzungen stehen. Außerdem freue ich mich, zahlreiche neue Mitglieder und ihre Stellvertretungen in unserem Kuratorium begrüßen zu dürfen. Sie werden zukünftig gemeinsam mit den gremienerfahrenen Vertreter_innen der Bundesregierung, der Fraktionen des Deutschen Bundestags sowie der Zivilgesellschaft die Leitlinien unserer Stiftung prägen. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern des Kuratoriums. Auch 2025 konnten wir wieder spannende Veranstaltungen und Veröffentlichungen auf die Beine stellen. Einiges davon lassen wir in diesem Newsletter noch einmal Revue passieren – unter anderem mit Links zu Video-Aufzeichnungen oder tiefergehenden Berichten. Besondere Aufmerksamkeit verdient auch unsere Queere Projektförderung für 2027. Aktuell läuft die Antragsphase für das Förderjahr 2027. Diese endet am 31. Dezember 2025. Vielleicht gehört ja demnächst auch Ihr Forschungs- oder Bildungsprojekt zu denjenigen, die von von unserer Queeren Projektförderung profitieren. Mehr dazu lesen Sie direkt nach diesem Vorwort. Dass das Jahr für uns in der BMH noch nicht vorbei ist, lesen Sie auch im Abschnitt zu unseren Veranstaltungen im aktuellen 4. Quartal. So lade ich Sie herzlich ein, dem Vortrag von Mohammad Dalla diesen Donnerstag um 16 Uhr bei uns der Bundesstiftung beizuwohnen und mitzudisktieren. Zum Schluss bleibt mir noch, Ihnen zahlreiche Erkenntnisse beim Lesen unseres neuen Newsletters zu wünschen. Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute für den Jahresausklang und das neue Jahr! Meine herzlichen Grüße an Sie. Ihr
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| QUEERE PROJEKTFÖRDERUNG: ANTRAGSPHASE LÄUFT | ||
Jetzt Antrag auf Queere Projekförderung für 2027 stellen!
Noch bis Ende dieses Jahres – also bis zum 31. Dezember haben Sie Zeit, Ihren Antrag auf Förderung für Ihr queeres Forschungs- oder Bildungsprojekt im Förderjahr 2027 zu stellen! Förderschwerpunkt TIN Auch 2027 legen wir unseren Förderschwerpunkt noch einmal auf den Bereich TIN – also Projekte für trans*, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen. ‚Förderschwerpunkt‘ heißt, dass mindestens 50% der Fördermittel, die wir 2027 vergeben, auf Projekte verwendet werden, die den Kriterien des Förderschwerpunkts entsprechen. Details zum Schwerpunkt lesen Sie ebenfalls auf unserer Webseite. Natürlich sind auch Projekte außerhalb des Schwerpunkts sehr willkommen! Leider fördern wir hingegen keine reinen Kulturprojekte. Wie geht es nach der Antragsstellung weiter? Alle Förderanträge, die bei uns bis 31. Dezember 2025 eingegangen sind, werden von uns formal geprüft und anschließend von unserem ehrenamtlich tätigen Fachbeirat begutachtet. Auf Grundlage der Gutachten des Fachbeirats entscheidet dann unser Kuratorium über die letztlich in 2027 zu fördernden Projekte. Die Förderbescheide versenden wir im 4. Quartal 2026. Also dann: Stellen Sie jetzt Ihren Förderantrag für 2027 bis 31. Dezember 2025! |
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| GEFÖRDERTE PROJEKTE 2025 | ||
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Seit 2012 fördern wir queere Forschungs- und Bildungsprojekte. Drei Projekte aus dem zu Ende gehenden Jahr stellen wir Ihnen hier vor. Handbuch Queere Jugendarbeit
Anfang November feierte das neue „Handbuch Queere Jugendarbeit“ aus dem Etece Verlag – herausgegeben von Folke Brodersen und Simon Merz – seine Premiere in der Heinrich Böll Stiftung. Nicht nur die gut besuchte Buchvorstellung, sondern auch die ersten Zahlen zu Bestellungen zeigen: Dieses Handbuch ist ein Erfolg. Grund genug für uns, das Buch auch hier zu empfehlen: Was steckt drin? Das Handbuch zeigt, was queere Jugendarbeit heute ausmacht, ihre Entstehung, Ziele, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven. Es gibt aber auch praxisnahe Konzepte und Formate für die Jugendarbeit an die Hand. Ebenso bietet es Erfahrungsberichte, Ideen und Visionen von jungen, queeren Menschen selbst sowie konkrete Impulse für Fachkräfte. Das Handbuch liefert außerdem Antworten auf aktuelle Herausforderungen durch Mehrfachdiskriminierung oder Angriffe und Infragestellungen queerer Jugendarbeit. Auch für den ländlichen Raum finden sich im Buch Gestaltungsideen. An wen richtet sich das Buch? Die Autor_innen möchten mit dem Handbuch Queere Jugendarbeit Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen z.B. in der Schulsozialarbeit, Träger der (queeren) Jugendhilfe und Bildungsarbeit, Menschen aus therapeutischen Kontexten sowie Bezugspersonen, Eltern und Allys erreichen. Das Buch richtet sich sowohl an Profis als auch diejenigen, die ins Thema einsteigen möchten. Was kostet es? Bis 31. Januar 2026 gibt es das Buch auf der Webseite des Etece Verlags 5 Euro günstiger als Subkriptions-Angebot. Im Buchhandel wird es regulär dann 25 Euro kosten. Das Handbuch Queere Jugendarbeit ist in der Akademie Waldschlösschen entstanden. Projekt Sprachliche Sichtbarkeit von queeren Menschen
Seien Sie bei der Abschlussveranstaltung „Queere Sichtbarkeit“ in Hamburg dabei! Ein spannendes, von uns in diesem Jahr gefördertes Forschungsprojekt lädt ein: Am Donnerstag, 18. Dezember 2025, um 18 Uhr heißt Sie das Projektteam an der Universität Hamburg herzlich willkommen. Vorgestellt werden zentrale Ergebnisse des Projekts, das sich mit der Verwendung und Bedeutung von LSBTI(QA*)-Kurzwörtern in den Medien befasst hat. Ziel der Forschung ist es, ein besseres Verständnis für sprachliche Repräsentation und Sichtbarkeit queerer Menschen zu schaffen und Wege zu einem diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch aufzuzeigen. Ein besonderer Programmpunkt ist der Vortrag von Samira Ochs vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache mit dem Titel: „Queere Menschen, queere Sprache? Einblicke in queere Sprachpraktiken aus korpuslinguistischer Perspektive“. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zu Austausch, Diskussion und Vernetzung.
Hier geht’s zur Anmeldung und weiteren Infos zum Projekt. Queer Cinema Classics
Wie schon 2024 haben wir auch 2025 die Reihe Queer Cinema Classics der Queeren Kulturstiftung Berlin gefördert. Sie präsentiert wöchentlich auf queer.de und im Sissy Magazine Kritiken Queerer Filmklassiker. Bis Ende 2025 sind bereits 85 lesenswerte Filmkritiken erschienen. So können Sie in der Reihe lesend eintauchen in Filme von Rosa von Praunheim („Ein Virus kennt keine Moral„), Luchino Visconti („Tod in Venedig„), Max Färberböck („Aimée & Jaguar„) und vielen weiteren mehr. Gehen Sie jetzt auf Entdeckungsreise durch die queere Film- und Kulturgeschichte! Eine Übersicht aller bisher von uns geförderten Projekte 2012-2026 finden Sie auf unserer Webseite.
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| AUSBLICK AUF 2026 | ||
Auf diese Highlights 2026 können Sie sich schon jetzt freuen…
Die Planungen für das Jahr 2026 sind angelaufen. Dabei stehen manche Termine bereits fest: Selbstverständlich wird das Gedenken an Magnus Hirschfeld auch 2026 insbesondere um seinen Geburts- und Todestag am 14. Mai Aufmerksamkeit bekommen – von uns aber erfreulicherweise auch von einem wachsenden Kreis interessierter Menschen und weiterer Akteur_innen, die sich das Gedenken an den bedeutenden Sexualwissenschaftler auf die Fahnen geschrieben haben. In der zweiten Jahreshälfte wird es online gleich zwei Neuigkeiten geben: Wir bringen unserer Archiv der anderen Erinnerungen auf ein neues Niveau: Eine neue digitale Plattform wird den Zugang zu den dann über 100 lebensgeschichtlichen Interviews für Forschung, Bildung und interessierte Öffentlichkeit deutlich vereinfachen und attraktiver gestalten. Unsere Angebote sind dann ortsungebundener und rund um die Uhr verfügbar. Parallel bekommt unsere Stiftungswebseite eine neue Mediathek, mit der Sie als Besucher_in unsere zahlreichen unterschiedlichen Medien deutlich leichter auffinden können. Auch unsere Wanderausstellung „gefährdet leben“ tourt 2026 weiter durch das Land. Neue Stationen finden Sie bereits jetzt in unserem Ausstellungskalender. Wir sind gespannt auf die Forschungsergebnisse des Projekts Sorgerechtsentzug bei Müttern in lesbischen Beziehungen, das wir dank einer Förderung des Landes Berlin beauftragen konnten. Gleichzeitig wird das Jahr 2026 auch durch Jubiläumsaktivitäten geprägt sein: 2011 wurde die BMH durch die Bundesrepublik Deutschland errichtet – und das wird im Oktober 2026 bereits 15 Jahre her sein. Dieses „kleine Jubiläum“ wird uns Anlass sein, nicht nur zurückzuschauen, sondern auch in eine öffentliche Debatte einzutreten, wie eine queere Bundesstiftung auch in den nächsten 15 Jahren erfolgreich sein kann. Das und noch vieles mehr bieten wir Ihnen im kommenden Jahr. Von allen Projekten, Veranstaltungen und Veröffentlichungen der Bundesstiftung erfahren Sie rechtzeitig z.B. über die Sozialen Medien. Folgen Sie uns dazu am besten auf Facebook, BlueSky und Instagram. |
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| UNTERSTÜTZEN SIE UNS AUCH 2026 | ||
Ihre Spende an die BMH wirkt!
Auch als Bundesstiftung sind wir auf Spenden angewiesen, um unsere ambitionierten Ziele erreichen zu können und über uns hinauszuwachsen. Sie können uns unterstützen: Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass wir die Ziele unserer Arbeit für queere Menschen durch Bildung und Forschung 2026 schneller und umfassender erreichen. Und das Beste? Sie können mit Ihrer Spende einen Schwerpunkt setzen: Wählen Sie zum Beispiel eines der folgenden Projekte aus und geben Sie es dann als Spendenzweck an (Zweckbindung Ihrer Spende).
Den Spendenzweck tragen Sie einfach im Feld ‚Verwendungszweck‘ Ihrer Überweisung ein. Wichtig: Bitte überweisen Sie uns Ihre Spende erst ab Januar. Dann haben wir bis Jahresende 2026 Zeit, Ihre Spende planvoll in qualitativ hochwertige Arbeit umzusetzen. Wir sind natürlich gemeinnützig. Deshalb können Sie Ihre Spende an uns steuerlich geltend machen. Mehr Infos finden Sie auf unserer Spendenseite online. Oder spenden Sie schon jetzt direkt an uns! Unsere Bankverbindung bei der GLS Bank lautet: Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit. |
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| 2025 IM JAHRESRÜCKBLICK | ||
Der 90. Todestag von Dr. Magnus Hirschfeld und vieles mehr! Ein Blick zurück auf ein spannendes und bewegtes Jahr 2025Das Jahresende gibt traditionell Anlass zur Rückschau und für ein Resümee des ausgehenden Jahres. Für die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld stand 2025 selbstverständlich der 90. Todestag unseres Namensgebers im Fokus. Diesem haben wir in Zusammenarbeit mit befreundeten Organisationen und Menschen rund um den 14. Mai gebührend und in vielfältiger Weise gedacht.
So wie es unser Auftrag ist, schauen wir beim Gedenken und Erinnern stets auch darauf, was uns die Vergangenheit für das Heute und Morgen lehren kann. Ganz in diesem Sinne stand auch unser sehr gut besuchtes Kolloquium im Rahmen der Deutschen Antidiskriminierungstage am 14. Mai 2025: Unter dem Titel „Zeitgemäße queere Erinnerungskultur. Gegen Diskriminierung. Für Vielfalt.“ im Haus der Kulturen der Welt in Berlin haben wir mit einem prominenten Podium sowohl aktuelle Herausforderungen als auch neue Formen und Kooperationen der Gedenk- und Erinnerungsarbeit für eine lebendige queere Geschichte beleuchtet. Darüber hinaus haben wir Gedenkveranstaltungen, eine neue Ausstellung zu Magnus Hirschfelds Welt und Wirken sowie einiges Weiteres anlässlich seines 90. Todestags Magnus Hirschfelds umgesetzt. Mehr dazu finden Sie hier. „gefährdet leben“: Ein Dauerbrenner schafft bundesweite Präsenz
Seit Ende 2023 tourt unsere Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ durch Deutschland. In 2025 konnten wir mit unserer Ausstellung insgesamt in 10 Orten zu Gast sein. In der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf wird unsere Ausstellung dank einer Sonderausfertigung sogar für insgesamt mehr als acht Monate (bis Anfang Juli 2026!) zu sehen sein. Außerdem waren wir in diesem Jahr in Oldenburg, Heidelberg, Mannheim, Augsburg, Frankfurt am Main, Wuppertal, Chemnitz sowie Magdeburg zu Gast und sind es aktuell noch bis 16. Januar in Ludwigsburg. Ein großer Erfolg, an dem selbstverständlich auch unsere Leihnehmenden vor Ort einen großen Anteil haben. Die Kolleg_innen vor Ort haben neben Führungen durch die Ausstellung jeweils gut besuchte Rahmenveranstaltungen angeboten. Diese begleitenden Bildungsangebote helfen, die Inhalte der Ausstellung und ihre Botschaft zu verstärken. Und auch für 2026 listet unser Ausstellungskalender bereits neue Stationen auf. Schauen Sie doch mal vorbei! Queere Geflüchtete: Wichtige Publikation2025 haben wir die 17. Ausgabe unserer Reihe Hirschfeld Lectures unter dem Titel „Vom Kampf für ein offenes Leben“ mit fünf Porträts geflüchteter, queerer Menschen aus der Ukraine und anderen ehem. Sowjetrepubliken veröffentlicht. Eine schonungslose wie wichtige Lektüre über ein Thema, das manch eine_r vielleicht „nicht mehr hören will“, welches aber weiterhin Aufmerksamkeit verdient. Soweit unser kurzer Rückblick auf ausgewählte Hightlights 2025. |
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| BMH-VERANSTALTUNGEN IM 4. QUARTAL 2025 | ||
BMH-Kolloquium zu 1 Jahr Selbstbestimmungsgesetz – Ausgewählte Vorträge online anschauen
Am 1. November 2024 ist das „Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag und zur Änderung weiterer Vorschriften“ in Kraft getreten. Das Gesetz ist bekannt als „Selbstbestimmungsgesetz“ und wird häufig abgekürzt mit „SBGG“. Das Gesetz vereinfacht das Ändern von Vornamen- und Geschlechtseintrag im Personenstandsregister. Ein Jahr später haben wir am 3. November 2025 Expert_innen aus Wissenschaft, Politik, Gesundheitswesen, Beratung und Community eingeladen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen: Was hat das Selbstbestimmungsgesetz seit November 2024 verändert? Wo zeigt sich weiterhin strukturelles Unrecht gegenüber trans*, intergeschlechtlichen und nicht-binären Personen? Das Kolloquium haben wir bewusst mit dem Zweck des geschützten, fachlichen Austauschs gestaltet. Die Diskussionen der Teilnehmenden werden wir nicht veröffentlichen. Gleichzeitig freuen wir uns, dass einige Expert_innen im Anschluss ihr Einverständnis gegeben haben, ihren Vortrag zu veröffentlichen und damit einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Einladung zum Vortrag von Mohammad Dalla am Do. 4. Dezember 2025 in der Bundesstiftung (Berlin)
In der Veranstaltungsreihe „Forschungsperspektiven“ spricht diese Woche Donnerstag, 4. Dezember 2025, Mohammad Dalla von der Universität Potsdam bei uns in der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in Berlin zur politischen und gesellschaftlichen Rolle von Identitätspolitik im Kontext von Migration und Asylverfahren. Dabei liegt ein Augenmerk Dallas auf Asylanträgen, die aufgrund der Verfolgung wegen sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität (SOGI) in Deutschland gestellt werden. Mohammad Dalla hat in seiner Forschung untersucht, wie rechtliche und bürokratische Kategorien queeres Leben einerseits schützen und andererseits neu definieren. Darauf aufbauend erörtert er in seinem Vortrag, welche Fragen sich daraus für LSBTIQ*-Politiken und queere Interessenvertretungen ergeben. Der Vortrag von Mohammad Dalla wird auf Englisch sein. Als Teilnehmende sind Sie eingeladen, sich auf Englisch oder Deutsch in die Diskussion einzubringen. Datum: Donnerstag, 4. Dezember 2025, 16-18 Uhr Die Teilnahme ist kostenfrei. Jetzt online anschauen: Vortrag von Merlin Sophie Engel zu queeren Bildungspolitiken 1971-2016
Ebenfalls im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forschungsperspektiven“ war Merlin Sophie Engel von der Freien Universität Berlin am 28. Oktober zu Gast in der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. Im Vortrag gibt Engel einen Einblick in die Geschichte der LSBTIQ*-Bildungsarbeit in Deutschland und zeigt, wie stark Bildungsräume zu Orten politischer Aushandlung werden können, wenn es um Sichtbarkeit, Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe geht. Merlin Sophie Engel zeigt im Vortrag auf, wie Akteur_innen der Bildungsarbeit zwischen 1971 und 2016 Diskriminierung entgegenwirkten und Perspektiven geöffnet haben. Der Vortrag Engels ist auch eine spannende historische Analyse ausgewählter Akteur_innen. Jetzt die Aufzeichnung des Vortrags online auf unserer Webseite ansehen! Übrigens, wussten Sie schon, dass… Online-Video: Forschungsergebnisse zur Anerkennung von Trauma in Asyslverfahren von lesbischen* Geflüchteten in Deutschland
Am 21. Oktober 2025 wurden die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Anerkennung von Traumata im Asylprozess von lesbischen Frauen“ online vorgestellt. Das Forschungsprojekt wurde von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gefördert. Die Ergebnisse machen die strukturellen Herausforderungen im Umgang mit lesbischen* Antragsteller_innen im Asylverfahren deutlich. Zum Hintergrund: Diese Unsichtbarkeit führt in der Folge dazu, dass Frauen* tendenziell nicht geglaubt wird, dass sie lesbisch* sind, dass aufgrund der schwierigen Beweislage die Verfolgungsgeschichten als unglaubwürdig eingeschätzt werden und/oder dass schwere Traumata nicht erkannt werden. Auf unserer Webseite können Sie die Vorstellung der Forschungsergebnisse durch Dr. Nina Held (University of Salford; Queer European Asylum Network), sowie fachliche Reflexionen dessen durch die LeTRa Lesbenberatungsstelle München und den LSVD+ Verband Queere Vielfalt ansehen. |













