Vermögen

Die Vermögensanlage der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld beruht auf ihren Grundsätzen der Vermögensverwaltung. Der Wert des angelegten Vermögens belief sich zum Stichtag 31.12.2017 auf ca. 11,57 Mio. Euro und ist wie in der Grafik dargestellt investiert.

Anlagestrategie

Auf der Suche nach einem geeigneten Partner für die Vermögensanlage wurde ein mehrstufiges Auswahlverfahren angewandt. Im Ergebnis wird das Stiftungsvermögen nicht von einer Bank, sondern von einem Vermögensverwalter angelegt. Ein sogenanntes Private Investment Office – das mehrfach von führenden Institutionen ausgezeichnete Unternehmen avesco – kümmert sich um die Auswahl und Bewertung der Vermögensanlagen und Beteiligungsmanager sowie die laufende Kontrolle und Berichterstattung an den Vorstand.

Ziele und Kriterien der Vermögensanlage

Die Vermögensanlage der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld ist auf den langfristigen Substanzerhalt ausgerichtet. Dabei ist das Vermögen sicher und rentierlich anzulegen. Bemerkenswert sind die nach den Aspekten der Nachhaltigkeit ausgelegten und auf die Vermeidung von Anlagen bei Staaten mit homophobem Strafrecht ausgerichteten Anlagerichtlinien.

Vermögensanlage

Das Stiftungskapital ist auf vier unterschiedliche Investitionsanlagearme verteilt. Alle Investitionsanlagearme ergänzen sich komplementär und folgen dem Prinzip einer erweiterten Risikodiversifikation.

Der erste Investitionsanlagearm gründet auf den Anlageprinzipien der Stiftungsvermögen von Harvard und Yale. Er besteht aus einem breit diversifizierten Portfolio. Investiert wird u.a. in Aktien, Wandelanleihen, Private Equity und Wald.

Die zweite Vermögenssäule ist darauf ausgerichtet, in spezifisch nachhaltige Anlagen zu investieren. Für die Bewertung der Nachhaltigkeit/Güte von Investments und Geschäftsmodellen verwendet das Family Office eine über mehrere Jahre im Austausch mit Forschung und der Praxis eigens entwickelte Methodik. Die Methodik hat das Ziel, den Nachhaltigkeitsanspruch der avesco in ein konkretes Analyse-verfahren zu übersetzen und die Nachhaltigkeitsleistung von Investments zu prüfen. Die Bewertung der Nachhaltigkeit erfolgt dabei ganzheitlich und berücksichtigt integrativ die Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales sowie die Governance und die Risiken eines Investments.

Im dritten Investitionsanlagearm liegt der Schwerpunkt auf Anlagen aus dem europäischen Raum, die planbare Erträge generieren. Konkret wird hier in ein breit diversifiziertes Portfolio aus weltweiten Staats- und Unternehmensanleihen,  Genussrechtskapital eines Immobilienbestandhalters und einem Aktienfonds, der ausschließlich in Unternehmen mit solider Bilanz und nachhaltigem Geschäftsmodell investiert.

Der vierte Investitionsanlagearm ist hauptsächlich auf die Vermietung von Logistikequipment fokussiert. Zusätzlich wird in Private-Equity investiert, um die langfristig attraktive Renditen zu erwirtschaften und die Abhängigkeit von den Kapitalmärkten zu reduzieren. Logistik ist der Blutkreislauf der Wirtschaft und wächst im Vergleich mit der Weltwirtschaft seit Jahrzehnten mit dem Faktor zwei. Von dieser Entwicklung profitiert die Stiftung, indem sie Logistikequipment finanziert, welches an Logistikkonzerne zur Nutzung vermietet wird.

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) beteiligt sich an der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.