Inhalt BMH-Newsletter 1/2015:
Tätigkeitsbericht 2014
Umzug abgeschlossen
Neue Referentin: Carolin Küppers
Neuer Referent: Daniel Baranowski
„Archiv der anderen Erinnerungen“
7. Hirschfeld-Lecture erschienen
Hirschfeld-Lecture „Recht auf Vielfalt“ am 19. September
Fußball für Vielfalt
Neues Datum: 3. Charity Dinner am 28. November
Veranstaltung „Selbst. Bewusst. Lesbisch“
Hirschfeld-Tage 2016

 

Tätigkeitsbericht 2014

11202562_846400988761892_8487978917586884403_nTätigkeitsbericht veröffentlicht

Der satzungsmäßige Tätigkeitsbericht der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) für 2014 liegt vor. Auf mehr als 50 Seiten gibt er einen Ein- und Überblick in die Arbeit der Stiftung, in die Fortschritte bei eigenen Projekten wie dem „Archiv der anderen Erinnerungen“ und „Fußball für Vielfalt“ sowie in die externe Projektförderung des vergangenen Jahres.

Eine PDF-Version des Tätigkeitsberichts ist online abrufbar. Darüber hinaus kann eine gedruckte Version kostenlos in der Geschäftsstelle per E-Mail angefordert werden.

Geschäftsstelle

Umzug in die neue Geschäftsstelle abgeschlossen

Seit dem 1. März 2015 befindet sich die Geschäftsstelle der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in der Mohrenstraße 34 in Berlin Mitte. Der Umzug wurde nötig, um der gewachsenen Zahl der Mitarbeiter_innen gerecht zu werden und eine angemessene Arbeitsatmosphäre zu gewährleisten. In den neuen Räumlichkeiten verfügt die Stiftung außerdem über einen multifunktionalen Konferenzraum für interne Besprechungen, Gremiensitzungen und sonstige Veranstaltungen.

Sophie Richter, Tobias Sauter, Schwester Francine und Schwester Suzette vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz Berlin, Stiftungsvorstand Jörg Litwinschuh und Dennis Nill (v.l.n.r) bei der Segnung unserer neuen Geschäftsstelle im April 2015 (Foto: BMH)
Neue Mitarbeiter_innen stellen sich vor

Carolin Küppers ist die neue Referentin für Bildung und Antidiskriminierung

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Dr. des. Carolin Küppers (Foto: BMH/Sabine Hauf)

Seit Anfang Februar bin ich als wissenschaftliche Referentin für Bildung und Antidiskriminierung bei der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld tätig und bin dafür aus dem tiefen Süden in die Hauptstadt gezogen.

Zuvor habe ich an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau Soziologie, Gender Studies, Historische Anthropologie und Geschichte der Medizin studiert und im Anschluss daran am Lehrstuhl für Soziologie und Gender Studies der Ludwig-Maximilians-Universität in München als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet und promoviert. In meiner Dissertation „Gefährlich oder gefährdet? Diskurse über Sexarbeit zur Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Südafrika“ betrachte ich Sexarbeit aus einer queeren, postkolonialen und intersektionalen Perspektive. Im Zuge meiner Dissertation war ich ein Jahr für die NGO Sex Workers and Advocacy Taskforce in Kapstadt tätig, die HIV-Prävention für Sexarbeiter_innen anbietet und sich für deren Rechte einsetzt.

Seit 2005 arbeite ich nach verschiedenen Fort- und Weiterbildungen freiberuflich als Trainerin für politische Jugend- und Erwachsenenbildung u.a. beim Netzwerk für Demokratie und Courage. Hauptsächlich führe ich hier Gendersensibilisierungen und Antidiskriminierungstrainings wie antirassistische und interkulturelle Trainings für Multiplikator_innen durch. Meine inhaltlichen Schwerpunkte sind Queer Studies, Homo- und Transphobie, Sexismus, Rassismus und Critical Whiteness.

Ich freue mich sehr, dass ich nun im Rahmen meiner Arbeit in der Stiftung meine wissenschaftlichen und bildungspolitischen Interessen verknüpfen kann, und bin gespannt, wie wir in den nächsten Monaten und Jahren das Bildungsprogramm der Stiftung gestalten und weiter ausbauen werden.

Dr. des. Carolin Küppers
carolin.kueppers[at]mh-stiftung.de
030 212 343 76 – 4

Daniel Baranowski ist der neue Referent für Forschung und Erinnerung

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Dr. Daniel Baranowski (Foto: BMH/Sabine Hauf)

Ich freue mich sehr, seit Anfang Februar 2015 als wissenschaftlicher Referent für Forschung und Erinnerung zum Team der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld zu gehören.

In den vergangenen acht Jahren habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gearbeitet und das dortige Interviewprojekt „Sprechen trotz allem“ geleitet. In diesem Projekt habe ich gemeinsam mit einem kleinen Team 72 lebensgeschichtliche Videointerviews mit Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung, insbesondere mit Jüdinnen und Juden, durchgeführt. Mehrere Male bin ich dazu nach Israel gereist und habe auch jenseits der Interviews intensive und freundschaftliche Kontakte zu vielen Überlebenden aufgebaut. Die Interviews sind in umfangreicher Weise erschlossen und können in der Ausstellung unter dem Holocaust-Denkmal in Berlin oder im Internet angesehen werden.

Zuvor habe ich in meiner Dissertation „Simon Srebnik kehrt nach Chelmno zurück. Zur Lektüre der Shoah“ über dekonstruktive Ästhetik, Zeugnistheorie und die Filme von Claude Lanzmann geforscht und als Literaturwissenschaftler an der Universität Hamburg gearbeitet.

Seit einiger Zeit arbeite ich an einer Studie, die sich mit der vielfältigen Thematisierung von „Gender im Werk der Pet Shop Boys“ auseinandersetzt, beschäftige mich nun jedoch erstmals dezidiert und hauptberuflich mit den Themen Sexualität und Geschlecht. Es ist mir ein besonderes Anliegen, durch die Leitung des Interviewprojektes „Archiv der anderen Erinnerungen“ und die Betreuung der wissenschaftlichen Projekte zum Schicksal von LSBTTI* die Lebenswege von Menschen bekannter zu machen, welche weit über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus und teilweise bis heute unter Verfolgung und Repression gelitten haben.

Dr. Daniel Baranowski
daniel.baranowski[at]mh-stiftung.de
030 212 343 76 – 3

Zeitzeug_innen-Projekt

Bereits 12 Videointerviews im „Archiv der anderen Erinnerungen“

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Christel Rieseberg ist die erste Zeitzeugin des Archivs (Foto: BMH)

Im Interviewprojekt der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld „Archiv der anderen Erinnerungen“ sind mittlerweile zwölf mehrstündige Videointerviews aufgezeichnet worden. Im April hat uns der 96-jährige Wolfgang Lauinger seine Lebensgeschichte erzählt: Die Verfolgung durch die Nationalsozialisten als so genannter „Halbjude“, als Swingjugendlicher und als Homosexueller, die Umstände seiner Verhaftung Anfang der 1950er Jahre in Frankfurt am Main nach Paragraf 175 sowie sein bis heute fortdauernder Kampf um Anerkennung des Unrechtes standen im Mittelpunkt seines ausführlichen Berichtes.

Bis zum Ende des Jahres sollen insgesamt zwanzig bis dreißig Interviews durchgeführt werden. Dafür erhalten wir unter anderem finanzielle Unterstützung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung des Landes Berlin und des Queeren Netzwerkes Niedersachsen (QNN).

Dank einer Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beschäftigen wir uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartner_innen – dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, dem Friedrich-Meinecke-Institut an der Freien Universität Berlin, dem Spinnboden Lesbenarchiv und dem Center für digitale Systeme – mit der Entwicklung webbasierter Bildungsmodule für die Arbeit mit Zeitzeug_innenvideos. Bis zum Ende des Jahres sollen vier Interviews für die historisch-politische Bildungsarbeit didaktisch aufbereitet und in verdichteter Fassung einsetzbar sein.

Um die Interviews sachgerecht zu archivieren und zukünftig Wissenschaftler_innen, Student_innen oder einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, planen wir gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem Center für digitale Systeme. In diesen Wochen beginnt eine erste Testphase, in der wir die Möglichkeiten der Transkription und Erschließung unserer Interviews ausloten.

Abschließend möchten wir uns an dieser Stelle sehr herzlich für die anregende und fruchtbare Zusammenarbeit mit den zahlreichen Kolleg_innen bedanken, die das Projekt als Interviewer_innen, Kameraleute und Diskutant_innen seit langer Zeit und zukünftig begleiten.

Und nicht zuletzt gilt unser besonderer Dank all jenen Menschen, die bereit waren, vor unserer Kamera ihre Lebensgeschichte zu erzählen.

Hirschfeld-Lectures

7. Hirschfeld-Lecture erschienen

Die 7. Hirschfeld-Lecture ist beim Wallstein-Verlag erschienen.

Lange Zeit galt es in der deutschen Geschichtswissenschaft als wenig seriös und geradezu karriereschädlich, Homosexualitätsgeschichte zu betreiben – egal, ob in eigenständiger Form oder integriert in eine umfassendere Politik-, Sozial- und Kulturgeschichte. Dies hat sich erst in den letzten Jahren mit zahlreichen innovativen Arbeiten zu allen Epochen geändert. Doch nach wie vor hinkt die deutsche Forschung der englischsprachigen Geschichtswissenschaft hinterher, in der sich Ansatz, Thema und Erkenntnisinteresse inzwischen zu einer historischen Subdisziplin spezialisiert haben.

Die siebte Hirschfeld-Lecture mit dem Titel „Gewinner und Verlierer – Beiträge zur Geschichte der Homosexualität in Deutschland im 20. Jahrhundert“ beruht auf der gleichnamigen Sektion des 50. Deutschen Historikertags in Göttingen, die als erste Sektion zum Thema Homosexualitätsgeschichte selbst ein historisches Ereignis war. Die fünf Essays der Autor_innen Norman Domeier, Rainer Nicolaysen, Maria Borowski, Martin Lücke und Michael Schwartz behandeln Homosexualität in den unterschiedlichen staatlichen Kontexten des „kurzen 20. Jahrhunderts“: Kaiserreich, Weimarer Republik, „Drittes Reich“, frühe DDR und junge Bundesrepublik.

ISBN: 978-3-8353-1677-5 (2015)

Bestellmöglichkeit beim Wallstein-Verlag

Terminankündigung: 9. Hirschfeld Lecture am 17.09. in Düsseldorf

Die 9. Hirschfeld-Lecture mit dem Titel „Recht auf Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen sexueller Bildung“ wird am 17. September um 19 Uhr im Haus der Universität in Düsseldorf stattfinden. Als Referent_innen wurden Prof. Dr. Elisabeth Tuider und Prof. Dr. Martin Dannecker gewonnen.

Prof. Tuider wird die neue Salonfähigkeit von Homophobie und Antifeminismus am Beispiel der derzeitigen Diskursivierung und Politisierung einer Sexualpädagogik der Vielfalt thematisieren. Sie analysiert die mediale und öffentliche Debatte, die um die Sexualpädagogik der Vielfalt und die schulische Sexualerziehung seit Beginn des Jahres 2014 entstanden ist und zeigt auf, wie rechtspopulistische Argumente über die Artikulation von Sorge hoffähig gemacht wurden bzw. unter welchen Bedingungen sie dies konnten.

Prof. Dannecker stellt sich die Frage „Was heißt Sexualisierung?“ – In der Polemik gegen die Sexualpädagogik der Vielfalt taucht immer wieder der Begriff Sexualisierung auf. Es bleibt jedoch völlig unklar, wodurch es zu einer Sexualisierung durch Sexualpädagogik kommen könnte. Stattdessen wird mit diesem Begriff unterstellt, der Sexualpädagogik der Vielfalt ginge es um Verführung zu nicht normativ verstandenen Sexualitäten. Prof. Dannecker möchte klären, was theoretisch mit dem Begriff Sexualisierung gemeint ist und welche Aufgaben für die Sexualpädagogik durch die Sexualisierung unserer Kultur entstehen.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion werden die in den Vorträgen aufgeworfenen Überlegungen von Expert_innen aus Politik, Wissenschaft und Bildungsarbeit unter Beteiligung des Publikums diskutiert.

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie in Kürze bei der Universität Düsseldorf, in einem unserer folgenden Newsletter sowie über die Homepage und Facebook-Seite der BMH. Die 9. Hirschfeld-Lecture wird 2016 als Buch beim Wallstein-Verlag erscheinen.

Fußball für Vielfalt

2015 startet die Forschungs- und Bildungsinitiative durch

BMH_Fussball_fuer_Vielfalt_02Im Februar wurde die Initiative „Fußball für Vielfalt“ auf einem Pressetermin mit anschließender Podiumsdiskussion erstmals öffentlich vorgestellt. Fußballexpertin und Moderatorin Kathrin Müller-Hohenstein führte durch die Veranstaltung. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger unterstützt das Projekt als Botschafter mit Erfahrungen aus seiner Profizeit und von seinem Coming-out vor gut einem Jahr.

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld setzt sich mit „Fußball für Vielfalt“ unter anderem dafür ein, die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Trans* und Inter* im Sport zu fördern. Wissenschaftliche Erkenntnisse sowie eine enge Zusammenarbeit mit Fußballorganisationen und -verbänden sollen dazu beitragen, Homosexualität im sportlichen Umfeld sichtbar zu machen. Im Rahmen des Bildungsprogramms werden Vereinen und Verbänden gezielt verschiedene Bildungsmodule angeboten, bis zum Ende des Jahres sollen in einem niedersächsischen Modellprojekt die ersten Module durchgeführt und evaluiert werden.

Neue Homepage
Im Anschluss an die Pressekonferenz wurde die neue Website gelauncht und ist ab sofort unter www.fussball-fuer-vielfalt.de erreichbar.

Broschüre zur Forschungs- und Bildungsinitiative
Zur Forschungs- und Bildungsinitiative ist eine Broschüre der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld erschienen, die mittlerweile in der zweiten Auflage vorliegt und alle wichtigen Informationen zum Projekt bündelt. Diese kann als PDF heruntergeladen oder über die Geschäftsstelle der BMH in gedruckter Form bestellt werden.

Der Druck der 2. Auflage in einer Höhe von 15.000 Exemplaren wurde durch eine Förderung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und eine Spende der adidas Group ermöglicht.

Neue Unterzeichner
Die Berliner Erklärung wurde in diesem Jahr bisher von 5 weiteren Vereinen und Spielvereinigungen unterzeichnet:

  • Spielvereinigung Greuther-Fürth (17. März)
  • Eintracht Frankfurt (7. April)
  • VfB Stuttgart (8. April)
  • TSV München 1860 (22. April)
  • Borussia Dortmund (27. April)

Vernetzungstreffen im Juni
Am 26. Juni fand in den Räumen der Stiftung ein Treffen von homosexuellen, trans* und inter* Akteur_innen aus dem Fußball statt. Im Rahmen eines internen, vertraulichen Austauschs wurden Informationen über Erfahrungen, Eindrücke und Einschätzungen, negative wie positive Erlebnisse, aufgetretene Barrieren, hilfreiche Strategien usw. gesammelt. Diese sollen anschließend in die Bildungs- und Forschungsinitiative einfließen und Impulse für die nächsten Handlungsschritte geben

Fundraising

Neues Datum: 3. Charity Dinner am 28. November 2015

Charity-Dinner
Eindrücke vom 2. Charity Dinner im September 2014 (Foto: BMH / Sabine Hauf)

Auch in diesem Jahr möchten wir Sie rechtzeitig über eine ganz besondere Spendenveranstaltung informieren und Sie dazu einladen, am 3. Charity Dinner unserer Stiftung teilzunehmen. Die Galaveranstaltung wird nicht wie bisher angekündigt im September, sondern am Samstag, den 28. November 2015, um 19 Uhr im Hotel Grand Hyatt Berlin stattfinden.

Die Schirmherrschaft 2015 hat erneut unser Kuratoriumsvorsitzender Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, übernommen. Dr. Reinhard Rauball, Präsident des Ligaverbandes, wird in der Festrede die Emanzipation und Sichtbarkeit Homosexueller im (Fußball-)Sport thematisieren. Der Botschafter unseres Bildungsprojekts „Fußball für Vielfalt“, Thomas Hitzlsperger, hat sein Kommen zugesagt. In diesem Jahr kooperieren wir bei unserem Dinner erstmals mit dem Förderkreis der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld e.V. (FBMH), dessen Vorsitz Frau Bundesministerin der Justiz a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger innehat.

Der Eintritt für das diesjährige Charity Dinner beträgt 300 Euro (inkl. 19 Prozent Umsatzsteuer) pro Person. Am Abend können wieder Lose für eine Tombola erworben werden. Die Erlöse des Abends kommen stiftungseigenen Projekten wie z.B. „Fußball für Vielfalt“ und „Archiv der anderen Erinnerungen“ zu Gute. Reservierungen nehmen wir ab sofort per E-Mail an charity[at]mh-stiftung.de entgegen.

Veranstaltung

„Selbst. Bewusst. Lesbisch“

Am 7. Mai 2015 fand die Podiumsdiskussion „Selbst.Bewusst.Lesbisch“ in Köln statt, welche von der BMH in Kooperation mit den Wirtschaftsweibern Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurde. Auf dem Podium saßen Dr. Birgit Bosold vom Vorstand des Schwulen Museums* Berlin, Eva Kreienkamp als Geschäftsführerin der Mainzer Verkehrsgesellschaft, Journalistin Dr. Inge von Bönninghausen für die Medienfraktion, Imke Duplitzer als Olympionikin und Vize-Weltmeisterin im Degenfechten, Louisa Voßen vom schwul-lesbischen Jugendzentrum PULS in Düsseldorf und Ulrike Lunacek als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. Sie repräsentierten unterschiedliche Generationen, sind in ihren Bereichen alle durchweg routinierte Profis und alle sind offen lesbisch im Beruf.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Sina Vogt, die im Vorstand der Wirtschaftsweiber aktiv ist und souverän durch den Abend führte. Mit rund 180 Besucher_innen war die Veranstaltung ein voller Erfolg, wofür ebenso die lebhafte Diskussion und die rege Beteiligung aus dem Publikum sprachen.


Auf You Tube wurde ein Mitschnitt der Veranstaltung veröffentlicht. Dieser ist unter https://www.youtube.com/watch?v=02W6JHfU6s4 abrufbar.

Aufgrund des Erfolgs der Veranstaltung und der guten Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsweibern ist nun eine Fortführung der Veranstaltung geplant. So sollen weitere, inhaltlich tiefer gehende Veranstaltungen stattfinden. Zum anderen ist ein größer angelegter Kongress für Anfang 2017 geplant.

Hirschfeld-Tage 2016
Hirschfeld-TageDie dritten Hirschfeld-Tage werden 2016 gleich in drei Bundesländern stattfinden: Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dies ist für die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld eine Herausforderung aber auch eine einmalige Chance, diese bislang wenig sichtbare Region mit wenigen Strukturen im Bereich LSBTTI* zu stärken. Bisher konnten der LSVD Thüringen, der LSVD Sachsen-Anhalt und die Vielfalter (ein Zusammenschluss der sächsischen Bildungsvereine gerede e.V. aus Dresden und Different People aus Chemnitz) als Veranstaltungspartner_innen gewonnen werden. Derzeit laufen die ersten Treffen mit Landtagsabgeordneten, um die politischen sowie finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten von Seiten der beteiligten Länder zu sondieren. Unser Ziel ist es, bis zum Herbst alle Mitveranstalter_innen an einen Tisch zu bringen und das inhaltliche Konzept sowie die Ausschreibung bis Ende 2015 zu erarbeiten.
Impressum
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH)
Mohrenstraße 34
D-10117 BerlinTelefon: 030 – 212 343 76-0
Telefax: 030 – 212 343 76-2
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