14. Mai, 12 Uhr: Stiftung und Bezirk gedenken Magnus Hirschfeld

Gedenkkranz der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

14. Mai 2012: Gedenkkranz der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld an der Otto-Suhr-Allee 93. Foto: Sabine Hauf

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin gedenken im Rahmen der Hirschfeld-Tage am 14. Mai um 12 Uhr gemeinsam Magnus Hirschfeld an der Gedenkstele mit seinem Porträtrelief . Der 14. Mai ist sein Geburts- und zugleich auch der Todestag.

Jörg Litwinschuh, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung:
“Magnus Hirschfeld hat der Wissenschaft und der Emanzipationsbewegung der Lesben, Schwulen, Trans- und Intersexuellen große Impulse gegeben. Sein Leitsatz “Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit” ist für die Bundesstiftung Anspruch und Verpflichtung zugleich. Wir werden sein Andenken bewahren und sein Lebenswerk erforschen.”

Naumann (links) und Litwinschuh gedenken Magnus Hirschfeld

14. Mai 2012, 12 Uhr: Naumann (links) und Litwinschuh gedenken Magnus Hirschfeld. Foto: Sophie Richter

Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf:
“Wir gedenken des großen Arztes und Sexualwissenschaftlers, der hier in Charlottenburg von 1896 bis 1910 gelebt hat. Am 14. Mai 1868 wurde er in Kolberg geboren, und am 14. Mai 1935 starb er in Nizza im Exil. In Charlottenburg hat er als Gründer und Vorsitzender des Wissenschaftlich-Humanitären Komitees mit dem Aufbau der ersten deutschen Homosexuellen-Bewegung begonnen.” (aus der Pressemitteilung des Bezirks)

14. Mai 2012: Gedenken an Magnus Hirschfeld

14. Mai 2012: Gedenken an Magnus Hirschfeld. Foto: Sophie Richter

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und Vorstand Jörg Litwinschuh werden über Hirschfeld sprechen und an der Stele Blumen bzw. einen Kranz niederlegen. Die Bürgerinnen und Bürger von Berlin, Touristen und Pressevertreter_innen sind herzlich zu der Gedenkveranstaltung eingeladen.

Montag, dem 14.5.2012, um 12.00 Uhr an der Gedenkstele für Magnus Hirschfeld, Otto-Suhr-Allee 93, 10585 Berlin, gegenüber dem Rathaus Charlottenburg.

Am Abend des 14. Mai verleiht die AG Lesben und Schwule in der SPD (SCHWUSOS) ab 18 Uhr den 4. Magnus-Hirschfeld-Preis im Rathaus Charlottenburg.

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Podiumsdiskussion am 8. Mai: »§ 175 Strafgesetzbuch – Verfolgung, Verurteilung, Entschädigung?«

8. Mai, 18 Uhr, Holocaust-Denkmal

»Im Jahr 1935 verschärften die Nationalsozialisten den § 175 StGB: Die Höchststrafe wurde im Zuge einer Umdefinition vom Vergehen zum Verbrechen von vier Jahren auf fünf Jahre Gefängnis heraufgesetzt. Dies war der Auftakt einer beispiellosen, brutalen Verfolgungs- und Ermordungswelle, die für viele Schwule in den Konzentrationslagern endete… «

Der § 175 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) existierte vom 1. Januar 1872 bis zum 11. Juni 1994. Insgesamt wurden schätzungsweise 140.000 Männer nach den verschiedenen Fassungen des § 175 verurteilt. 1968 erhielt die DDR ein eigenes StGB, das in § 151 homosexuelle Handlungen mit Jugendlichen sowohl für Frauen als auch für Männer unter Strafe stellte. 1988 wurde dieser Paragraph ersatzlos gestrichen. Die Verfolgung nach § 175, die Verurteilungen und ihre Folgen bis in die heutige Generation sowie die aktuelle Entschädigungs-Debatte sind Themen der Diskussion.

Programm

Begrüßung
Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Grußwort
Jörg Litwinschuh, Geschäftsführender Vorstand Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Gesprächspartner
Manfred Bruns, Bundesanwalt a.D.,
Barbara Loth, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin,
Prof. Dr. phil. Dr. jur. Rüdiger Lautmann,
Dr. Jens Dobler, Leiter des Archivs und der Bibliothek des Schwulen Museums in Berlin

Moderation
Martin Reichert

Veranstalter
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH), www.mh-stiftung.de

Anmeldung
Bitte melden Sie sich per E-Mail unter info[at]stiftung-denkmal.de an und planen Sie am Tag der Veranstaltung ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrollen ein.

Zeit und Ort
8. Mai 2012, 18 Uhr
Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ort der Information (unter dem Stelenfeld), Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Ber

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1. Pressekonferenz der Stiftung am 30. April um 11 Uhr in Berlin

Logo der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld lädt für den 30. April um 11 Uhr Journalist_innen und weitere Interessierte zu ihrer ersten Pressekonferenz in den Stein-Saal zum Sitz der Stiftung, Mohrenstr. 63 – 10117 Berlin – ein. Dort stellt sie gemeinsam mit dem LSVD Berlin-Brandenburg die “Hirschfeld-Tage 2012″ vor.

Alle Veranstaltungen 2012 finden Sie auch unter www.hirschfeld-tage.de.

2. Pressemitteilung Berlin – 30.04.2012. Alle Events der

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Stiftung fördert § 175-Vortrag an der Universität Freiburg

Verfolgung nach Paragraph 175 StGB im südbadischen Raum

Historiker William Schaefer

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld fördert eine §175-Veranstaltung des SchwuLesBi-Referats des u-asta der Universität Freiburg.

Der Historiker William Schaefer schildert die Geschichte des § 175 StGB von der Entstehung 1871 bis heute. Anschließend berichtet er über die Schwierigkeiten, einzelne Schicksale heute aufzuklären. Herr Schaefer erzählt die Schicksale männlicher Opfer des § 175 StGB in Südbaden in der NS-Zeit soweit die Quellen das ermöglichen. Er behandelt die Frage, was der § 175 für eine Bedeutung für die heutige Zeit hat. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen bzw. über das Thema zu diskutieren.

Vortrag von William Schaefer an der Universität Freiburg, 22. Mai 2012 um 20:00 Uhr, Hörsaal 1098, Fahnenbergplatz, 79085 Freiburg

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Stiftung präsentiert “Hirschfeld-Tage 2012″: Einladung zur Pressekonferenz am 30. April um 11 Uhr in Berlin

Pressemitteilung Berlin – 30.04.2012

Am 30 April stellen die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und der LSVD Berlin-Brandenburg e.V. in einer Pressekonferenz um 11.00 Uhr die “Hirschfeld-Tage 2012″ vor: Mehr als 25 Veranstaltungen beschäftigen sich vom 7. Mai bis zum 23. Juni mit der Vielfalt der LSBTTI-Lebensformen, sexuellen Identitäten und Geschlechtsidentitäten. Unter dem Motto “L(i)ebe die Vielfalt” wird ein Jahrhundert zurück- und zugleich in die Gegenwart geblickt – von Magnus Hirschfeld, über die § 175-Verfolgungen bis zu den heutigen Herausforderungen in Forschung und Bildung.

Alle Veranstaltungen finden sich ab dem 30. April unter www.hirschfeld-tage.de. Beworben werden die Hirschfeld-Tage mit Anzeigen, Flyern und Plakaten. Die Hirschfeld-Tage finden alle zwei Jahre in einer anderen Region Deutschlands statt.

Pressekonferenz: 30. April 2012, 11:00 Uhr (es wird ein kleiner Imbiss gereicht)
Ort: Bundessiftung Magnus Hirschfeld (Stein-Saal)
Mohrenstr. 63 (Erdgeschoss), 10117 Berlin
Anmeldung  an: sophie.richter@mh-stiftung.de

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Stiftung fördert IDAHOT-Aktionen in Jena, Weimar, Hamburg, Trier und Stuttgart

Eine Aktion der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und der BLUDie Bundesstiftung Magnus Hirschfeld fördert anläßlich des IDAHOT DAY 2012 fünf Aktionen in Jena, Weimar, Hamburg, Trier und Stuttgart. Zahlreiche Anträge waren bis zum 17. April bei der Stiftung eingegangen. Die Stiftung und ihre Medienpartnerin BLU werden über die Aktionen berichten:

  • Jena (Kontakt: info@idahot-jena.de): IDAHOT* Jena 2012-Festival 11.5.: Weiterbildung zum Thema vielfältige Lebensweisen für Studierende der Erziehungswissenschaften; 11./12.5.: Paradise Cup – 1. schwul-lesbisches Volleyballturnier in Thüringen; 12.5.: IDAHOT-Konzerte mit Bands und weiteren Künstler_innen; 13.5.: argentinischer Film “XXY”; 14.5.: Vortrag Prof. Melanie Steffens “Lesbische Mütter, schwule Väter und ihre Kinder”; 15.5.: Dokumentarfilm “Diagnosing Difference”; 17.5.: Straßenfest auf dem Holzmarkt, 18.5.: Lesung “Begegnung auf Trans*fläche”.
  • Weimar (Kontakt: ar@ra-ruschek.de): IDAHOT-Aktionswoche Queer Weimar 12.5.: Vortrag “´Andere Länder – andere Sitten´. Homosexuellenrechte in der Welt”; 13.5.: Film “Sharayet – Eine Liebe in Teheran”; 14.5.: Vortrag von Lukas Hohlfeld “Gender”; 15.5. Film und Diskussion “Intersexualität- Das verordnete Geschlecht” (Gast: Darstellerin Elisabeth Müller); 16.5. IDAHOT-Party; 18.5.: Diskussionsrunde “Homophobie im Fußball” mit Tanja Walther-Ahrens, Ronny Blaschke und Markus Urban; 19.5.: Lesung “Begegnungen auf der Transfläche”
  • Hamburg (Kontakt: hamburg@lsvd.de): 17.5.: Rainbowflash Hamburg um 19:00 Uhr auf dem Rathausmarkt (mit Erinnerung an die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit).
  • Trier (Kontakt: info@aktionsbuendnis.org): IDAHOT-Aktionstage 15.5.: Vortrag von Bettina Kleiner: “Macht Heteronormativität Schule? Zur Artikulation von Differenzerfahrungen, Positionierungen und Gestaltungsspielräumen in Interviews mit LGBT Jugendlichen”; 16.5.: Stolperstein-Rundgang durch Trier, Vortrag “Homosexuelle unterm Hakenkreuz. Verfolgt und vergessen. Keine ´Stunde Null´ für Lesben und Schwule”; 17.5.: Flashmob in der Trierer Innenstadt.
  • Stuttgart (Kontakt: orga@csd-stuttgart.de): Aktion “Lesben und Schwule aus dem Schrank – Gegen Homophobie am Arbeitsplatz” 17.5.: Aktion “Coming out am Arbeitsplatz” auf der Königstraße (mit einer begleitenden Plakat- und Luftballon-Aktion).
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Pressemitteilung Nr. 1: Bundesstiftung Magnus Hirschfeld startet Fördertätigkeit

Hirschfeld-Büste

Hirschfeld-Büste

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld hat die ersten beiden Anträge positiv beschieden: Sie fördert 1. die Gründung und den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks von 39 Schulaufklärungsprojekten namens „Vielfalt macht Schule“. Und sie unterstützt 2. die Ausstellung „Trans*_Homo. Von lesbischen trans*schwulen und anderen Normalitäten” (17.8.-19.11.12) des Schwulen Museums in Berlin. Damit hat die Stiftung ihre Fördertätigkeit aufgenommen. Zur Pressemitteilung.

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Stiftung fördert Aktionen zum Tag gegen Homo- u. Transphobie

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und das Magazin blu rufen dazu auf, rund um den Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie vor oder am 17. Mai in Deutschland Aktionen in Schulen, am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit zu starten. Die besten Aktionen werden mit fünfmal bis zu 800 Euro gefördert. Der Schwerpunkt der Aktionen soll darin liegen, über sexuelle Vielfalt aufzuklären und/oder auf die Geschichte der Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit und der Bundesrepublik Deutschland hinzuweisen. Kreativ sind keine Grenzen gesetzt: Ob Flyer gedruckt, ein Film produziert oder einfach ein Flashmob veranstaltet wird, liegt in Ihren/Euren Händen. Reichen Sie die Vorschläge und den Finanzierungsbedarf schriftlich entweder unter

idaho@mh-stiftung.de  ein oder posten Sie diese sie an unserer Facebook-Pinnwände: www.facebook.com/blumag  oder an  www.facebook.com/mhstiftung.

Einsendeschluss ist der 17. April 2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

INFO: Seit 2005 wird der 17. Mai jedes Jahr offiziell in zahlreichen Staaten weltweit und auch durch das Europäische Parlament als International Day Against Homophobia and Transphobia (IDAHOT) begangen. IDAHOT erinnert daran, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Trans- und Intersexuelle (LSBTTI) in aller Welt für ihre Rechte und um Anerkennung kämpfen. In den letzten Jahren gewann der Tag auch in Deutschland an Bedeutung, und zahlreiche Aktionen wie der Rainbow-Flashmob erfreuen sich wachsender Beteiligung.

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Landesbibliothek Berlin entdeckt NS-Raubgut aus Hirschfeld Institut

Photocredit: Andreas Pretzel, Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung “Hirschfeld-Fundstücke” am 6. Dezember 2011 übergab die Generaldirektorin der Zentral- und Landesbibliothek Berlin Frau Prof. Dr. Claudia Lux der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft ein Exemplar des Buches „Mein System“ von Gustav Jäger als Dauerleihgabe. Dieses Buch stammt aus der von den Nazis geplünderten Bibliothek des Instituts für Sexualwissenschaft und hat nach 1945 seinen Weg in die Berliner Stadtbibliothek gefunden.

Jetzt wurde das Buch bei Recherchen nach NS-Raubgut im eigenen Bestand entdeckt.

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Bundestag nominiert seine Kuratoriums-Mitglieder

Die fünf Fraktionen des Deutschen Bundestages haben sich auf einen gemeinsamen Wahlvorschlag für das Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld geeinigt:

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