Nach 1945 gelang es in Deutschland auf lange Zeit nicht, eine schlagkräftige und in sich geschlossene Bewegung gegen die antihomosexuelle Strafgesetzgebung aufzubauen und an die Erfolge und Verdienste der ersten deutschen Homosexuellenbewegung von vor 1933 anzuknüpfen. Dies lag unter anderem an dem restaurativen gesellschaftlichen Klima der Nachkriegszeit, aber auch an internen Unstimmigkeiten und Konflikten.
Raimund Wolfert hat sich den Briefwechsel zwischen den prominenten Aktivisten Hans Giese und Kurt Hiller sowie die zwischen anderen Protagonisten der deutschen Homosexuellenbewegung um 1950 angesehen und deren unterschiedliche Positionen herausgearbeitet.
Die Publikation ist Teil der BMH-Reihe "Hirschfeld-Lectures". Mehr Informationen beim Wallstein Verlag.