Am 20. November 2024 berichtete Doktorand Leo Ryczko (Freie Univerität Berlin) von seinen aktuellen Forschungsergebnissen zu queeren Zeitschriften des frühen 20. Jahrhunderts. Im Zentrum seines Vortrags standen die zentralen Begriffe Geschlecht, Sexualität und Kolonialität.

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Dauer: 1:06 Stunde

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Der Vortrag Ryczkos untersucht dabei die Darstellung und Bedeutung kolonialer, rassistischer und orientalistischer Motive in queeren deutschen Zeitschriften aus der Zeit von 1896 bis 1933. Er zielt darauf ab, die komplexen Verflechtungen von Geschlecht, Sexualität und race im Kontext der deutschen Kolonialherrschaft zu beleuchten. Ryczko zeigt, wie diese Kategorien miteinander interagieren und welche Auswirkungen sie auf die queeren Identitäten in den Zeitschriften dieser Epoche haben.

Die Untersuchung von Leo Ryzcko im Rahmen seiner Promotion basiert auf einer Auswahl bedeutender queerer deutscher Zeitschriften, darunter Die Freundin, Die Freundschaft und Der Eigene. Der Vortrag bietet eine differenzierte Analyse der queeren Diskurse und deren Verknüpfung mit kolonialen und rassistischen Narrativen.

Ziel ist es, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Unterdrückungsmechanismen zu verdeutlichen und ein tieferes Verständnis für die kolonialen Spannungen und deren Reflexion in queeren Publikationen dieser Zeit zu schaffen.

Leo Ryczko ist Doktorand der Geschichtswissenschaft an der Freien Universität Berlin und promoviert über koloniale Motive in queeren Zeitschriften des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik sowie über Verweise auf außereuropäische queere Praktiken in sexualwissenschaftlichen Publikationen zu diesen Zeiten.

Bei Fragen zum Vortrag wenden Sie sich gerne an uns.

Ansprechperson:

Porträtbild Charlotte von Schuckmann
Charlotte Schuckmann
Wissenschaftliche Referentin Gesellschaft, Teilhabe und Antidiskriminierung