Wenn Stadien in Regenbogenfarben leuchten oder dunkel bleiben.
Chancen, Möglichkeiten und Unmögliches im Fußball für Vielfalt.

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld vergibt im Rahmen ihres Jahresprogramms 2022 „Stadien in Regenbogenfarben“ an bis zu 4 deutsche Hochschulen jeweils 12.000,-€ zur Gestaltung und Umsetzung einer Fachtagung rund um das Thema „Fußball für Vielfalt“.

Textgrafik. Text vor leerem Fußballfeld. Im oberen Drittel ist ein Fußballtor und 5 fußballspielende Personen verschwommen zu sehen. Der Text lautet: Call For Participation. Wir fördern Ihre Fachtagung zum Thema „Fußball für Vielfalt“ 2022 mit bis zu 12.000€. In der Bildmitte: Das Logo des Projekts "Fußball für Vielfalt. Oben rechts klein: Logo der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Debatten um Homo- und Queerfeindlichkeit im (Profi-)Fußball sind vielfältig: Sie reichen von der Kritik an Austragungsorten, über kritische Reflexion von Fankultur oder Auseinandersetzungen mit heteronormativem Körperkult bis hin zur Frage nach dem Ausbleiben eines öffentlichen Comingouts eines Profispielers der Bundesliga. Gleichzeitig bemühen sich die organisierten Strukturen des Fußballs wie DFB, DFL und DFL-Stiftung um eine vielfaltsfreundliche Haltung und unterstützen Kampagnen und Aufklärungsprojekte ebenso wie das symbolträchtige Leuchten von Stadien in Regenbogenfarben. Welche Rolle können solche Symbolhandlungen und die Förderung queerer Fankultur spielen? Wie sehr ist das Konzept der „Feindlichkeit“ und der Normativität inhärenter Bestandteil von Fußball und welche alten und neuen Männerbilder werden transportiert? Aber auch der Fußball von Frauen kann und sollte Thema werden: Gibt es die Oase „Frauenfußball“? Wie diversitätsfreundlich ist der „Frauenfußball“? Wir freuen uns aber auch, wenn vermeintliche Randthemen wie z.B. das Phänomen „Spielerfrauen“ oder sexistische Kultur rund um den Profifußball in den Blick genommen werden. Und was bedeutet Fußball eigentlich für die queere Community? Wie unterscheidet sich möglicherweise Homo- von Formen der Menschenfeindlichkeit gegenüber trans* oder intergeschlechtlichen Menschen im Fußball?

Aus diesem breiten,spannungsreichen und hier beispielhaft umrissenen Spektrum erwarten wir Ihre Bewerbung mit einer Tagungskonzeption und einem Finanzierungsplan bis Montag, 13.06.2022 per Mail an gesa.teichert@mh-stiftung.de bzw. per Post an Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Stichwort: Tagung Fußball für Vielfalt 2022, Mohrenstr. 34, 10117 Berlin.

Willkommen sind Konzepte aus allen Fächern und Disziplinen, von Sport und Sportjournalismus bis hin zu Genderstudies, Politikwissenschaft und Soziologie. Die Durchführung der Tagung muss noch in 2022 erfolgen. Es müssen keine Eigenmittel eingebracht werden.

Bewerben können sich einzelne Wissenschaftler_innen, Forschungszusammenschlüsse, Institute oder Fachbereiche deutscher Hochschulen. Besonders erwünscht ist ein Tagungskonzept, dass neben wissenschaftlicher Expertise auch eine Vernetzung mit Akteur_innen des Fußballsports vor Ort vorsieht und damit den Theorie-Praxis-Transfer fördert.

Dieser Call richtet sich auch besonders an Nachwuchswissenschaftler_innen, die im Themenfeld forschen und ihre Überlegungen und Erkenntnisse im Rahmen einer Tagung mit anderen teilen und diskutieren wollen.

Die Vergabe der Mittel erfolgt bis Ende Juni 2022.

 

Kontakt:

Referat Gesellschaft, Teilhabe und Antidiskriminierung

Dr. Gesa C. Teichert-Akkermann

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH)

Mohrenstr. 34, 10117 Berlin

gesa.teichert@mh-stiftung.de

Tel.: 030 208 987 65-4