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Sie sind herzlich eingeladen zum Vortrag „LSBTIQ*-Wahlfamilien am Lebensende. Erfahrungen und Bedürfnisse queerer Fürsorgepersonen“ von Marie Dietrich. Darin gibt Dietrich den Zuhörenden in der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld am Dienstag, 25. August 2026 ab 16 Uhr einen Einblick in ihr gerade laufendes Promotionsprojekt. Dietrich stellt dabei ihre theoretische Basis, die gewählten Methoden und die Hypothesen ihrer Dissertation vor, mit der sie aktuell an der Medizinischen Hochschule Hannover promoviert.

Worum geht es genau?

Forschungsleitend für Marie Dietrich sind die Frage nach den Erfahrungen und Bedürfnissen LSBTIQ*-Fürsorgender und queerer Wahlfamilien sowie die Bedeutung ihrer Beziehungskonstellationen im Kontext von Fürsorge am Lebensende.

Familie und Freundeskreise sind für viele Menschen am Lebensende ein wichtiger Anker. LSBTIQ*-Personen leben häufig in sogenannten Wahlfamilien, in denen der Familienbegriff über den gemeinsamen Haushalt oder die genetische Verwandtschaft hinausgeht.

Gleichzeitig sind queere Menschen in der Gesundheitsversorgung sowohl mit struktureller als auch individueller Diskriminierung konfrontiert. Dies betrifft auch die palliativmedizinische Versorgung.

Konkret äußert sich das beispielsweise durch den Ausschluss aus Entscheidungsprozessen, mangelnde Kommunikation und die Abwertung im Vergleich zu biologischen Angehörigen. Auch Stigmatisierung, forcierte Outing-Prozesse oder mangelnde Trauerbegleitung mindern die Versorgungsqualität.

Wie Marie Dietrich ihr Ziel erreichen will, ein diverseres Verständnis von Familie in der Versorgung am Lebensende zu schaffen und mögliche Empfehlungen für Behandelnde zu erarbeiten, auch das verrät sie in ihrem Vortrag am 25. August in der Bundesstiftung.

Marie Dietrich

Marie Dietrich (sie/ihr) ist Promotionsstudentin am Institut für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover.

Zwischen Oktober 2025 und Juli 2026 war sie Teil der dritten Kohorte des Projekts „Building LGBTQ+ Communities in German and the United States – Past, Present & Future“ des American-German-Institutes der Johns Hopkins University. In diesem Rahmen wirkte sie an der Erstellung und Veröffentlichung mehrere Erfahrungsberichte, sowie einem Artikel zum Generationenkonflikt in der LGBTQ+-Community mit.

In der Vergangenheit war Marie Dietrich unter anderem als Referentin für politische Bildung und Partizipation des AStA der MHH und als Ehrenamtliche für das queer-pädagogische Bildungsprojekt SCHLAU tätig. Darüber setzt sich Marie Dietrich für queer-feministische Themen ein.

Wann und Wo?

Datum: Dienstag, 25. August 2026
Uhrzeit: 16 Uhr
Ort: Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Wihelm-Anton-Amo-Str. 34, Berlin

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Hinweis: Falls Sie am 25.8. keine Zeit haben sollten, zu uns in die Bundesstiftung zu kommen, dann können Sie sich den Vortrag im Nachgang als Aufzeichnung auch online anschauen.

Kontakt

Charlotte Schuckmann
Wissenschaftliche Referentin Gesellschaft, Teilhabe und Antidiskriminierung