Am 29. Juli 2026 wurde in der Schwedischen Botschaft in Berlin der Iris-Orfeo-Award an gleich 5 Preisträger_innen verliehen: Die Kurator_innen unserer Wanderausstellung “gefährdet leben” Dr. Insa Eschebach, Karl-Heinz Steinle und Andreas Pretzel sowie die queeren Historiker_innen Kai* Brust und Jako Wende.
Mit dem Award zeichnet die schwedische Organisation TUPILAC (Nordic rainbow culture workers) gemeinsam mit der ILGCN (International Lesbian and Gay Network) Menschen aus, die sich in der Erinnerungsarbeit zur Geschichte queerer Menschen in besonderer und hervorragender Weise verdient gemacht haben.
Aufzeichnung anschauen
In der ca. 47minütigen Aufzeichnung sehen Sie die wichtigsten Programmpunkte der Preisverleihung. (Auflistung mit Minutenangabe unter dem Video)
Sie möchten einen bestimmten Programmpunkt des Abends direkt anwählen? Dann nutzen sie folgende Zeitangaben (Verlinkung geht direkt auf Youtube.):
- Begrüßung Mats Karlsson (ab 1:03 min)
- Grußbotschaft Bill Schiller, TUPILAC (ab 6:45min)
- Laudatio Alva Träbert, LSVD+ Verband Queere Vielfalt (ab 12:35min)
- Übergabe des Awards I (ab 19:14min)
- Dankesworte Karl-Heinz Steinle (ab 19:35min)
- Laudatio Dr. Joanna Ostrowska (ab 22:52min)
- Dankesworte Kai* Brust (ab 34:19min)
- Schlusswort Helmut Metzner (ab 40:16min)
So verlief die Preisverleihung in der Schwedischen Botschaft Berlin
Bill Schiller von TUPILAC erläuterte zu Beginn in einer Grußbotschaft den Hintergrund der Auszeichnung und seiner Organisation und gratulierte den diesjährigen Preisträger_innen.
Bei der feierlichen Zeremonie in der Schwedischen Botschaft hielten anschließend Alva Träbert vom Bundesvorstand des LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt e.V. und Dr. Joanna Ostrowska, Historiker_in und Preisträger_in des Orfeo-Iris Award 2022 jeweils bewegende Laudationen.
Träbert hob unter anderem hervor, dass die Ausstellung ‘gefährdet leben’ “von Beginn an auf große Resonanz gestoßen” sei und habe seit ihrem Start 2023 bisher schon tausende Besucher_innen angesprochen. Träbert zeigte in der Laudatio auf, welch immense Bedeutung die Arbeit von Dr. Eschebach, Steinle und Pretzel auch für die Gegenwart hat.
Dr. Joanna Ostrowska betonte, welches Gewicht der historischen Forschungsarbeit von Kai* Brust und Jako Wende für die Sichtbarkeit von trans*, intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen in der Geschichtswissenschaft beigemessen werden muss.
Die Reden der Laudator_innen sowie die Dankesworte der Geehrten waren zudem geprägt von den jüngsten Ereignissen beim CSD Berlin 2026. Vor Beginn der Veranstaltung lud Helmut Metzner, BMH-Vorstand, die Anwesenden zu einem stillen Gedenkmoment für die Opfer des islamistisch motivierten Anschlags auf Besucher_innen des CSD Berlin ein.
Fotogalerie des Abends
Ein besonderer Dank…
Nicht unerwähnt lassen möchten wir die wunderbare Gastfreundschaft der Schwedischen Botschaft Berlin, die diesen würdigen Abend als Gastgeberin ermöglicht hat. Dem zweiten Botschaftssekretär Mats Karlsson gilt unser herzlicher Dank für die freundliche Begrüßung zu Beginn des Abends – ebenso wie seinen Kolleg_innen, die die Veranstaltung unterstützt haben.
Sie möchten mehr über unsere Wanderausstellung “gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945” erfahren oder diese eventuell selbst besuchen? Alle Informationen rund um Ausstellungsinhalte, Termine sowie einen virtuellen Ausstellungsrundgang finden Sie hier auf unserer Webseite.