Kampf gegen homophoben Fußball: DFB veröffentlicht Webinar

PRESSEINFORMATION | Berlin, 8. November 2018

Vertreter der 26 DFB-Regional- und Landesverbände trafen sich gestern in Frankfurt zu einem Erfahrungsaustausch „Homophobie“. Thomas Hitzlsperger schaltete in der DFB-Zentrale ein Webinar frei, das im Auftrag des Dachverbands vom wissenschaftlicher Leiter der Bildungs- und Forschungsinitiative „Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie und Sexismus“ (www.ffv-online.de) der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH), Prof. Dr. Martin Schweer (Universität Vechta), entwickelt wurde.

Dr. Katarina Barley begrüßt das Bildungsprojekt als Anstoß für einen kulturellen Wandel: „Der Fußballsport hat sich lange schwer getan mit dem Thema Homosexualität. Bis heute ist der Umgang mit Homosexualität leider viel zu häufig von Tabuisierung und Ausgrenzung geprägt. Dabei hat der Sport eine enorme Integrationskraft, um gesellschaftliche Vorurteile zu überwinden“, sagt die Bundesjustizministerin, die zugleich auch Kuratoriumsvorsitzende der BMH ist.

Auf www.DFB.de informiert das 40-minütige Online-Webinar mit dem Titel „DFB ONLINE-SEMINAR. Sexuelle Vielfalt und geschlechtliche Identität im Fußball“ in vier Kapiteln über Ursachen und Erscheinungsformen von Sexismus und Homophobie im Fußball. Zugleich gibt es wichtige Anstöße zur Reflektion eigenen Handelns und Hinweise zur Förderung der Verhaltenssicherheit in schwierigen Situationen, so etwa im Umgang mit Diskriminierungen gegenüber lesbischen oder schwulen Spielerinnen und Spielern.

Der 52-malige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger engagiert sich für den DFB seit 2017 als Botschafter:

„Ich setze mich für ein besseres Verständnis von Vielfalt und gegen Diskriminierung ein. Vielfalt ist ein Erfolgsfaktor – auch auf dem Fußballplatz. Ich habe mich sehr über die vielen Teilnehmer am heutigen Termin gefreut, wodurch sich die große Bereitschaft der Regional- und Landesverbände an einer aktiven Mitarbeit bei diesem Thema widerspiegelt. Dort geschieht schon sehr viel, auch heute habe ich von tollen Projekten erfahren“, sagte der Vize-Europameister von 2008.