Paradoxien der sexuellen Liberalisierung (Bd. 01)

Was können, was müssen wir, heute am Anfang des 21. Jahrhunderts von dem komplizierten Vermächtnis der Sexualrechtsaktivisten Magnus Hirschfeld und Johanna  Elberskirchen lernen? Was haben sich die Nationalsozialisten von den jüdischen, linken und feministischen Sexualreformern der Weimarer Zeit angeeignet, und was abgewehrt und aggressiv verschmäht? Wie hat sich die Homophobie im Laufe des 3. Reichs verändert, und was wurde an die Nachkriegszeit weitergegeben? Dieser Vortrag geht Paradoxien der sexuellen Liberalisierung im 20. Jahrhundert nach und analysiert Verstrickungen und Ambivalenzen, die uns heute noch zu schaffen machen.

Dagmar Herzog, geb. 1961, Distinguished Professor of History am Graduate Center der City University of New York. Veröffentlichungen zur Geschichte der Religion, zu Holocauststudien und zur Geschichte von Sexualität und Gender, u.a.: Sexuality in Europe: A Twentieth-Century History (2011); Brutality and Desire: War and Sexuality in Europe’s Twentieth Century (Hg. 2009); Sex in Crisis: The New Sexual Revolution and the Future of American Politics (2008).

Der Vortrag ist im Januar 2013 im Wallstein Verlag erschienen (Bestellmöglichkeit).

Die Hirschfeld-Lecture fand am 16. November 2012 im Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) in Kooperation mit dem Institut für deutsche Literatur der HU und dem Graduate Center der City University of New York statt. Medienpartner der Auftaktveranstaltung waren: L-MAG, taz. die tageszeitung und Sieggessäule.

Zum Plakat. Zur Pressemitteilung. Zur taz-Ankündigung.

Ein Bildungsprojekt der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

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