Refugees & Queers

Das Projekt „Refugees and Queers. Politische Bildung an der Schnittstelle von LSBTTIQ und Flucht/Migration/Asyl“ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) besteht seit dem Jahre 2016 und wird finanziert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB).

Somit widmet sich das Qualifikations- und Bildungsvernetzungsprojekt der BMH einer Gruppe, die in den letzten Jahren immer sichtbarer, aktiver und präsenter in Deutschland geworden ist: die queeren Geflüchteten. Die Identitäten dieser Personen siedeln sich dabei an den Schnittstellen von Gender-Identität, sexueller Orientierung und Migration/Asyl an. Zahlreiche LSBTTIQ Organisationen, Initiativen und Institutionen begannen spezifische Unterstützungsstrategien zu entwickeln, um den komplexen Lebensrealitäten und den Mehrfachdiskriminierungen dieser Personengruppe gerecht zu werden. Auch einige queere Geflüchtete gründeten ihre eigenen Initiativen oder brachten sich aktivistisch, ehrenamtlich oder hauptberuflich in bereits bestehende LSBTTIQ Organisationen mit ein.

Während so viel unterschiedliche Arbeit auf verschiedensten Ebenen passiert, fiel und fällt eines immer wieder auf: Ein bedeutsamer Mangel an Möglichkeiten zur bundesweiten Vernetzung für die Personen wie Organisationen, die für und mit queeren Geflüchteten arbeiten.

Daher ist das Ziel des Projektes die bundesweite Vernetzung von Akteur*innen in der Bildungsarbeit an der Schnittstelle LSBTTIQ und Flucht/Migration/Asyl zu fördern. Über die Vernetzung von Initiativen und Projekten, die Bildungsarbeit an der benannten Schnittstelle durchführen, sollen Synergien hergestellt und neuen Initiativen der Start in die Bildungsarbeit erleichtert werden. Außerdem hat das Projekt die Stärkung von Multiplikator*innen in diesem Feld zum Ziel und konzeptioniert und setzt diesbezüglich Fortbildungen um. Die Konzeption der Fortbildungen sollte sich insbesondere an den Weiterbildungsbedarfen existierender Bildungsprojekte orientieren. Hierzu wurden die Bedarfe im Rahmen der Bildungsvernetzung ausgelotet.

Seit seiner Gründung hat das Projekt zahlreiche Workshops, Vernetzungstreffen und Fortbildungen organisiert, so wie die Fachkonferenz „Refugees and Queers. Zur Verschränkung von Geflüchteten- und LSBTTIQ-Emanzipationspolitiken – Chancen, Herausforderungen, Forschungsstand“ im November 2016 im Deutschen Hygiene Museum, Dresden.

Durch die Verlängerung des Projektes durch die BpB sind auch für das Jahr 2018 weitere Vernetzungstreffen und Fortbildungen geplant, beginnend mit dem 1. Vernetzungstreffens des Kalenderjahres am 27.04.2018 im Refugio in Berlin. Das Thema des Treffens soll der Aspekt der mentalen und sexuellen Gesundheit in der Arbeit mit queeren Geflüchteten sein.

Anmeldungen nehmen aktuell fadi.saleh[at]mh-stiftung.de sowie kristina.hens[at]mh-stiftung.de an.

Das Anmeldeformular findet ihr hier.

You’ll find the registration form following this link.