Bundesstiftung Magnus Hirschfeld setzt auf anonymisierte Bewerbungsverfahren – 2 neue Stellen ausgeschrieben

Christine Lüders und Jörg Litwinschuh. Foto: ADS

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) rekrutiert ihr Personal ab sofort mit dem anonymisierten Bewerbungsverfahren. „Wir setzen auf diskriminierungsfreie Personalauswahl und geben jeder/m Bewerbenden die gleiche Chance auf eine Einstellung. Gerade als Bundesstiftung, die sich gegen gesellschaftliche Diskriminierung einsetzt, wollen wir damit ein Zeichen setzen“, sagte Jörg Litwinschuh, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung. „Außerdem sind wir überzeugt davon, mit anonymisierten Bewerbungsverfahren die besten Bewerbenden für unser Team zu finden“, so Litwinschuh.
Ab 11. September 2014 werden die ersten zwei Stellen ohne Angabe des Namens, Alters, Geschlechts und der Nationalität auf interamt.de ausgeschrieben. Die Stiftung ist damit die erste Bundesstiftung, die auf das von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes empfohlene und seit Jahren erprobte Verfahren umstellt.

Stellenausschreibungen auf Interamt.de:

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, würdigte die Entscheidung. „Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld wird damit bundesweit zum Vorbild für mehr Vielfalt und gegen Diskriminierung bei der Jobsuche“. Lüders rief weitere Stiftungen dazu auf, auf das Verfahren umzustellen. „Anonymisierte Bewerbungen verteilen die Chancen gerechter und sie schaffen Transparenz im Auswahlverfahren“, sagte Lüders. Durch den Verzicht auf persönliche Angaben werde im Bewerbungsprozess der Blick auf Eignung und Qualifikation gelenkt. Neun Bundesländer testen derzeit anonymisierte Bewerbungsverfahren oder haben die Einführung entsprechender Pilotprojekte angekündigt. Auch mehr und mehr Kommunen und Unternehmen setzen auf das Modell.

Weitere Informationen zum Thema „Anonymisiertes Bewerbungsverfahren“ finden Sie unter www.antidiskriminierungsstelle.de. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 gegründet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) wurde am 27. Oktober 2011 durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Justiz, errichtet und hat ihren Sitz in Berlin. Die Arbeit der Stiftung konzentriert sich auf die Bereiche Forschung, Bildung und Erinnerung. Benannt ist sie nach Magnus Hirschfeld (1868-1935), Arzt, Sexualforscher und Mitbegründer der ersten deutschen Homosexuellenbewegung. Die BMH hat zum Ziel, an ihren Namensgeber zu erinnern, Bildungs- und Forschungsprojekte zu initiieren und zu fördern und einer gesellschaftlichen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*- und Inter*-Personen (Abkürzung: LSBTI*) in Deutschland entgegenzuwirken. Die Stiftung will dabei die Akzeptanz für Menschen mit einer nicht-heterosexuellen Orientierung in der Gesellschaft insgesamt fördern. Gleiches gilt für Menschen, die sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren bzw. sich nicht ausschließlich als Mann oder Frau definieren.

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